- Sie verlieren Urin beim Niesen oder Husten?
- Sie haben Sorge, in der Stadt die nächste Toilette nicht rechtzeitig zu erreichen?
- Sie fühlen sich im Alltag unsicher?
- Sie spüren eine Beckenbodenschwäche nach Schwangerschaft und Geburt?
- Sex fühlt sich nicht mehr so an wie vor Schwangerschaft und Geburt?
Dann könnte EMSELLA® das Richtige für Sie sein.
Unseren „Zauberstuhl“ – so nennen ihn unsere Patientinnen. Dahinter steckt keine Magie, sondern Magnetfeldtechnologie: Hochintensive Magnetwellen lösen in 28 Minuten tausende tiefe Kontraktionen der Beckenbodenmuskulatur aus. Trainiert wird im Sitzen, vollständig bekleidet und ganz ohne Anstrengung.
EMSELLA® in Hagen – Beckenbodentherapie ohne Operation
Ungewollter Urinverlust beim Niesen, Lachen oder beim Sport kommt weit häufiger vor, als die meisten Betroffenen vermuten. Viele Frauen warten Jahre, bevor sie das Thema bei ihrer Frauenärztin ansprechen. Dabei lässt sich eine Beckenbodenschwäche heute gut behandeln, in vielen Fällen ohne Operation und ohne Medikamente.
Als erste Frauenarztpraxis im Raum Hagen bieten wir Ihnen dafür den EMSELLA®-Beckenbodenstuhl an. Sie sitzen dabei vollständig bekleidet auf einem Stuhl, der Ihre Beckenbodenmuskulatur über ein elektromagnetisches Feld trainiert.
Wann eine Behandlung sinnvoll sein kann
- Belastungsinkontinenz, also Urinverlust beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Sport
- Dranginkontinenz sowie Mischformen aus beidem
- Beckenbodenschwäche nach Schwangerschaft und Geburt
- nachlassende Spannung des Beckenbodens in und nach den Wechseljahren
- Harninkontinenz beim Mann, etwa nach einer Prostataoperation
- der Wunsch nach gezieltem Beckenbodentraining, wenn eigene Übungen schwerfallen
Wie die HIFEM®-Technologie arbeitet
EMSELLA® nutzt die HIFEM®-Technologie, kurz für High-Intensity Focused Electromagnetic. Ein fokussiertes elektromagnetisches Feld durchdringt das Gewebe und reizt die Nerven, die die Beckenbodenmuskulatur steuern. Der Muskel zieht sich daraufhin zusammen, und zwar kräftiger und häufiger, als es willentlich möglich wäre.
In einer einzigen Sitzung kommen auf diese Weise mehrere tausend Kontraktionen zustande. Der Hersteller beschreibt das Ziel als Rehabilitation geschwächter Beckenbodenmuskulatur und Wiederherstellung der neuromuskulären Kontrolle. Ein Vorteil gegenüber dem klassischen Training: Sie müssen die richtige Muskelgruppe nicht selbst ansteuern. Genau daran scheitert eigenständiges Beckenbodentraining erfahrungsgemäß oft.
So läuft eine Behandlung ab
Vor der ersten Sitzung sprechen wir ausführlich über Ihre Beschwerden und prüfen, ob etwas gegen die Behandlung spricht. Danach nehmen Sie in Ihrer normalen Kleidung auf dem Stuhl Platz.
Eine Sitzung dauert 28 Minuten. Sie spüren ein Kribbeln und das rhythmische Anspannen im Beckenboden. Schmerzhaft ist das nicht. In der Regel empfehlen wir 8 bis 10 Sitzungen im Abstand von 3 bis 4 Tagen. Eine Ausfallzeit gibt es nicht, Sie können unmittelbar danach wieder Ihrem Tag nachgehen.
Was die Studienlage zeigt
Zur HIFEM®-Behandlung bei Harninkontinenz liegen veröffentlichte Untersuchungen vor. In einer Arbeit von Samuels und Kollegen, 2019 erschienen in der Fachzeitschrift Lasers in Surgery and Medicine, erhielten 75 Frauen mit Belastungs-, Drang- oder Mischinkontinenz sechs Behandlungen innerhalb von drei Wochen. Drei Monate später hatten sich ihre Beschwerden im ICIQ-UI-Fragebogen um durchschnittlich 64 Prozent gebessert, und 44 Prozent der Teilnehmerinnen benötigten keine Vorlagen mehr.
Diese Zahlen beschreiben den Durchschnitt einer Studiengruppe. Wie eine Behandlung bei Ihnen persönlich wirkt, hängt von Ihrem Befund, Ihrem Alter und der Ursache der Beschwerden ab. Ein bestimmtes Ergebnis können wir Ihnen deshalb nicht zusagen.
Wann EMSELLA® nicht infrage kommt
Das Verfahren eignet sich nicht für jede Patientin und jeden Patienten. Gegen eine Behandlung sprechen unter anderem:
- elektronische Implantate wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder Neurostimulatoren
- Metallimplantate im Bereich des Beckens
- implantierte Medikamentenpumpen
- eine Schwangerschaft
- metallhaltige Spiralen zur Verhütung
- bösartige Erkrankungen, Fieber und akute Entzündungen
Die vollständige Liste gehen wir im Beratungsgespräch mit Ihnen durch. Sagen Sie uns dabei bitte auch, welche Medikamente Sie einnehmen.
Kosten
Die EMSELLA®-Behandlung zählt zu den individuellen Gesundheitsleistungen und wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Wie viele Sitzungen in Ihrem Fall sinnvoll sind und was diese kosten, halten wir vor Behandlungsbeginn schriftlich für Sie fest. Was eine IGeL genau bedeutet, erklären wir Ihnen unter Was ist IGeL?
Häufige Fragen
Muss ich mich ausziehen?
Nein. Sie bleiben während der gesamten Sitzung vollständig bekleidet.
Tut die Behandlung weh?
Nein. Die meisten Patientinnen beschreiben ein Kribbeln und ein kräftiges, aber nicht unangenehmes Anspannen im Beckenboden.
Ab wann merke ich etwas?
Manche Patientinnen bemerken bereits nach wenigen Sitzungen eine Veränderung, bei anderen zeigt sich der Effekt erst gegen Ende der Serie oder in den Wochen danach.
Hält das Ergebnis dauerhaft?
Muskulatur baut ohne Beanspruchung wieder ab. Wir besprechen mit Ihnen, wie Sie das Erreichte mit eigenen Übungen halten und ob Auffrischungssitzungen sinnvoll sind.
Ist die Behandlung nach einer Geburt möglich?
Nach Abschluss der Rückbildung häufig ja. Den richtigen Zeitpunkt legen wir gemeinsam fest.
Kommt EMSELLA® auch für Männer infrage?
Ja. Das Verfahren ist für die Behandlung der Harninkontinenz bei Frauen und Männern vorgesehen.